Nationaloper / Opéra national

  • Im Centrum der Stadt liegt die geschichtsträchtige Nationaloper. Durch melbische Händlerverbünde, ursprünglich für die koloniale Börse gebaut, wandelte man sie gegen 1900 in ein Theater und Ballhaus um. In den 1950er-Jahren wurde die heutige Oper zum Schauplatz mehrerer Putschversuche, welche jedoch allesamt in der Oper niedergeschlagen wurden. 1967 wurde das Nationaltheater mit der Nationaloper verschmolzen, womit sich auch der Zweck des Gebäude änderte. Nach einem Umbau 1969 wurde es zu einem kombinierten Theater- und Opernhaus. Nachdem das Theater in den 1980er-Jahren auszog und einen eigenen Gebäudekomplex im Rahmen der Stadtumgestaltung bekam, wurde das Gebäude zum Nationalen Opernhaus. Unabhängig von seiner wechselhaften Nutzung blieb jedoch eines gleich: Jedes Jahr findet hier am 31. Dezember der "Abend der Nation" statt. Ein großer Ball, bei dem die Elite des Landes zusammenkommt und unter sich das neue Jahr begrüßt. Vorausgehend findet die Ansprache des Präsidenten der Föderation statt, welche seit vielen Jahren live übertragen wird.

  • Auch wenn es seine futunischen Bekannten ihm möglicherweise verübeln könnten, wenn er so etwas laut ausspricht:

    Jadarisches Sightseeing hat etwas für sich.

  • Regelmäßig finden geführte Touren statt, so auch heute. Ein Mann, in einem etwas verstaubten Anzug, - er sieht aus wie ein Dirigent -, ist heute der Tourguide. Nachdem sich alle Besucher auf dem Opernplatz gesammelt haben, tritt er zu ihnen und schaut sie erwartungsvoll an, bis alle Besucher verstummt sind und er ihre ganze Aufmerksamkeit hat…

  • "Jut'n Moin! Ich bin heute Ihr Guide bei der Besichtigung der Oper! Ich bin C.-H. Müller, Stammdirigent dieses Hauses und werd' Ihnen heute mein Heim vorstellen, kommse' mit! "

    Der Dirigent winkt die Besucher zu sich und öffnet die Tür der Oper...

  • "Falls Ihnen zu warm sein sollte, ist hier die Garderobe. Hängen Sie ihr Zeuch da am besten einfach hin, dieser Kasten hier ist immer etwas überhitzt! Irgedn' so'n Techniker sollte sich das mal anschauen, aber wer hört schon auf nen Dirigenten..." sagt er kopfschüttelnd und wartet, bis sich das Getümmel gelegt hat. Da gerade keine Vorstellung stattfindet, ist die "große" Garderobe geschlossen und die Besucher müssen mit den etwas eingerosteten Kleiderhaken des Personales vorliebnehmen. Als alle Kameras und Portemonnaies herausgekramt wurden, fährt er fort:

    "Sollten Se' während der Führung fragen haben, ich bin Ihr Kapitän. Kommen Se' aus Ihrer Kajüte und fragen Sie das alte Fischlein hier vorne, denn der Kutter hier hat so seine Eigenarten!" und klopft gegen eine Säule im Garderobenraum.

    "Dann legen wir mal los, folgen Se' mir, bleiben Se' in der Gruppe und machen bitte nix Dummes, ne? Also, Hier haben wir, wie Ihnen schon aufgefallen seien sollte, den Eingangssalon mit Garderobe. Das war übrigens der letzte Raum des gesamten Gebäudes, der fertiggestellt wurde. Neben dem hier gibt noch nen Personaleingang auf der anderen Seite und im Keller nen Lieferantenzugang. Und nun betreten wir den großen Flur, welcher den Eingangsraum mit dem großen Wartesaal verbindet. Achtung, nicht stolpern!" sagt er und läuft forsch durch die offenen weißen Flügeltüren und über einen roten Teppich den Gang entlang, bis er an einer Einbuchtung vor einer Treppe zum stehen kommt.

  • Nachdem sich die Gruppe erneut gesammelt hat, setzt der Dirigent erneut an:
    "Wenn Se' hier hochgehen, was wir gleich machen werden, dann kommen Sie in den Wartesaal. Offiziel heißt dat *räuspert sich* Königliche Lounge der Künste und der Kultur *räuspert sich erneut* aber wir Leutchen nenn' die gerne *ein dritter Räusperer folgt* die Alkoholhalle. Nachdem Se' ihre überflüssige Haut an der Garderobe abgegeben haben, kann man hier watt trinken, bevors' so richtig losgeht. Hier finden auch Empfängen und sonst so watt statt, all' dieses offizielle Zeuch halt, kenn' se ja sicher. Aber detwechen sind Se' ja nicht hier, also handeln wir jetzt noch kurz den kleinen Saal ab, bevor wir die richtig großen Fische angeln! Mir nach!
    Der Dirigent läuft zügig durch "die Alkoholhalle", alle anderen watscheln ihm hinterher. Einige der Gäste machen noch ein paar Fotos und nehmen sich eine der vielen Broschüren mit

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