Die Schankwirtschaft Auberge des Princes zählt zu den ältesten Gasthäusern der Insel und ist ein beliebter Treffpunkt für Einheimische. Bekannt ist vor allem seine Fischsuppe. Bis heute braut das Haus sein eigenes Bier, das nur vor Ort ausgeschenkt und nicht ausgeliefert wird.
Auberge des Princes
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Olsen, der eine Woche in der Principauté weilt, um Wappentafeln der clercq'schen Geschlechter zu katalogisieren, ist nach dem Gottesdienst in der Auberge eingekehrt, sitzt nun auf einer alten speckigen Bank und lässt sich ein feines Fischsüppchen und einen Becher kühles Helles vom Haus schmecken. Sonntag ist einfach schön.
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Gorat bahnt sich durch die prallgefüllte Herberge den Weg zum Stammtisch, wo die Magistraten regelmäßig inmitten des gemeinen Volkkes ihren Schoppen einnehmen.
Guten Abend, Madeleine. Eine Gerstensuppe und einen Becher für mich, bitte.
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Felix tritt in die Auberge und setzt sich auf einen freien Stuhl.
Messieursdames. Ein Gläschen Roten. Wie ist die Fischsuppe heute?
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Auch Batholmé ist in der Auberge anzutreffen und sieht Cevoué.
Monsieur Bonjour, Monsieur Cevoué! Wie geht es Ihnen heute? Darf ich Sie zu einem Glas einladen?
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Ah! Der Apotheker meint, meine Medikamente wären nicht auf Lager und das Schiff, das sie liefern würde, läge aufgrund der schlechten Witterung im Hafen fest und könne nicht nach Clercq übersetzen. Was für ein Unsinn! Ich bin schon übergesetzt, als die Wellen höher als der Turm des Königs waren! Alles Landratten heutzutage! Diese jungen Menschen! Es geht mir auch ohne diese Pillen, die mir mein Doktor, der Dummkopf, verordnet hat, besser, als damals im Winter '47, als wirklich kein Schiff mehr rüberkam, die Kartoffeln verfaulten und der Wind die Fensterscheiben zerriss. Aber daran können Sie sich ja nicht mehr erinnern. Sie gehören sicher zu denen, deren Eltern Sie damals nach Niederlivornien evakuiert haben, ha!
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Ja, ich wurde damals auch evakuiert. Obwohl ich das anders in Erinnerung habe und die Fahrt mehr als Ausflug verstanden habe. Das war auch eine korrekte Maßnahme der Behörden. Daß Sie Lieferschwierigkeiten mit Ihren Medikamenten haben, tut mir leid. Ich tue mein bestes, daß die Fährverbindungen zuverlässig genutzt werden können.
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Wenn Politiker sagen "ich tue mein Bestes", heisst das, sie tun gar nichts und wollen einem durch süße Worte davon ablenken, daß man sich schon sehr bald warm anziehen muss, weil sie einem durch zusätzliche Lasten das letzte Hemd wegnehmen wollen!
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Aber Monsieur, ich bitte Sie! Ich bin stets rastlos besorgt um Ihr Wohlergehen und Ihre Gesundheit!
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Hahaha! Sie können mich zum Lachen bringen! Eine seltene Gabe! Haha!
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Sie enttäuschen mich, Monsieur Cevoué! Ich war immer für Sie da!
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Hahaha! Und wo waren Sie, als ich anno 17 an der meltanischen Grippe litt, hä?
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Aber ich bitte Sie! Ich bin doch kein Medicus! Die Ärzte haben gewiss für Sie getan, was sie konnten. Die können ja auch nicht zaubern. Was will ich kleiner Beamter denn bei einem Patienten? Ich würde dem Fachpersonal doch nur ins Handwerk pfuschen!
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Sie hätten mich besuchen können!
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Aber mein Guter, Sie müssen das im großen Zusammenhang sehen. All die Menschen, für die ich verabtwortlich bin - sie sind mir gewiss lieb und teuer, doch bin ich bedauerlicherweise außerstande, mich persönlich um Einzelschicksale zu kümmern.
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Wie nennen Sie mich? Einzelschicksal! Ich kann nicht umhin es so deutlich zu sagen, ich bin enttäuscht von Ihnen. Schwer enttäuscht.
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Bon matin! Un café au lait avec un croissant, s'il vous plaît!
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Jour! Machste mir ne Pinte?
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Ich hätte gern einen Holundertee bitte!
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Machste mir einen Grog?
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